Auf Grund des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch § 25 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geändert worden ist, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft verordnet:
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Chirurgiemechaniker-Ausbildungsverordnung
Anlagen & Schlussformeln
Diese Verordnung gilt für die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Chirurgiemechaniker/Chirurgiemechanikerin nach der Handwerksordnung.
(1) Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
(2) Auszubildende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach einer Rechtsverordnung gemäß § 27a Abs. 1 der Handwerksordnung als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr.
(1) Die Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung, wenn die betriebliche Ausbildung nach dieser Verordnung und die Ausbildung in der Berufsschule nach den landesrechtlichen Vorschriften über das Berufsgrundbildungsjahr erfolgen.
(2) Die in dieser Rechtsverordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, daß der Auszubildende zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren an seinem Arbeitsplatz einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nachzuweisen.
12345678910111213141516171819202122232425Berufsbildung,Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz,Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse,Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen,Prüfen, Messen, Lehren,Fügen,manuelles Spanen und Umformen,maschinelles Bearbeiten,Instandhalten,Drehen und Fräsen,Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen,Löten, Schweißen, Kleben,Wärmebehandeln, Härteprüfen,Montieren von Bauteilen zu Baugruppen,Aufbauen und Prüfen von Pneumatikschaltungen,Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen von Hand und mit handgeführten Maschinen,Bearbeiten von Formen und Flächen an Instrumenten, Geräten oder Implantaten,Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen,Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen auf Werkzeugmaschinen,Bearbeiten von Werkstücken durch Freiformschleifen,Montieren und Demontieren von Instrumenten, Geräten oder Implantaten,Prüfen und Einstellen der Funktion von Instrumenten, Geräten oder Implantaten,Instandsetzen von Instrumenten, Geräten oder Implantaten.Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:
Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 4 sollen nach der in der Anlage für die berufliche Grundbildung und für die berufliche Fachbildung enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan innerhalb der beruflichen Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildungsinhalte ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für den Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungszeit zu führen. Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen.
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in Abschnitt I sowie in Abschnitt II unter laufender Nummer 1 Buchstaben a und e, laufender Nummer 2 Buchstaben a bis c, laufender Nummer 3 Buchstabe a, laufender Nummer 7 Buchstabe a, laufender Nummer 12 Buchstaben b, c und d Doppelbuchstaben aa bis cc, laufender Nummer 13 Buchstabe a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll in insgesamt höchstens sieben Stunden zwei unterschiedliche Prüfungsstücke anfertigen. Hierfür kommt insbesondere in Betracht:Herstellen von Werkstücken, die für sich allein oder im Zusammenwirken ihrer Teile eine Funktion erfüllen müssen, durch manuelles Spanen, maschinelles Spanen, Kaltumformen von Blechen und Profilen, Fügen durch Schraub-, Bolzen- und Stiftverbindungen sowie manuelles Schleifen an ebenen und zylindrischen Flächen einschließlich Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes und Kontrollieren der Arbeitsergebnisse.
1234567Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,technische Zeichnungen, Arbeitspläne, Maß-, Form- und Lagetoleranzen, Oberflächenbeschaffenheit, Normung der Metallwerkstoffe,Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen,Fertigungsverfahren der spanenden und spanlosen Bearbeitung,Fügetechniken,Prüftechniken bei Längen, Formen und Oberflächen,Berechnen von Längen, Winkeln, Flächen, Volumina, Massen, Kräften und Geschwindigkeiten.(4) Der Prüfling soll in insgesamt höchstens 180 Minuten Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, aus folgenden Gebieten schriftlich lösen:
(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird.
(1) Die Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
12Herstellen von Bauteilen durch maschinelles Spanen, Passen und Montieren zu einer Baugruppe, die im Zusammenwirken ihrer Teile eine Funktion erfüllen muß, einschließlich Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Bewerten der Arbeitsergebnisse,Herstellen eines mehrteiligen chirurgischen Instruments, das im Zusammenwirken seiner Teile eine Funktion erfüllen muß, oder von mindestens vier unterschiedlichen einteiligen chirurgischen Instrumenten, insbesondere durch Richten, Freiformschleifen, Polieren und Montieren.(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens 14 Stunden zwei Prüfungsstücke anfertigen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
1234a)b)c)d)e)f)g)h)i)k)l)Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen, Werkstoffprüfung,Trenn-, Umform- und Fügetechnik,Maschinenelemente,Maschinentechnik,Wärmebehandlung,Steuerungstechnik,Hard- und Software für numerisch gesteuerte Maschinen,Elektrotechnik,Prüftechnik, Qualitätssicherung,Funktion, Anwendung und Instandhaltung chirurgischer Instrumente;im Prüfungsfach Technologie:a)b)c)d)technische Zeichnungen, Tabellen und Diagramme, Fertigungs- und Arbeitspläne, Normen,Schalt- und Funktionspläne,Grundlagen der Datenverarbeitung,Beurteilung von technischen Daten;im Prüfungsfach Arbeitsplanung:dabei sind durch Verknüpfung informationstechnischer, technologischer und mathematischer Sachverhalte fachliche Probleme zu analysieren, zu bewerten und geeignete Lösungswege darzustellen;a)b)c)d)e)f)Länge, Winkel, Fläche, Volumen, Masse, Kraft, Drehmoment, Geschwindigkeit, Umdrehungsfrequenz, Beschleunigung,Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad,Zug-, Druck- und Scherfestigkeit, Wärmeausdehnung,Druck in Flüssigkeiten und Gasen,elektrische Größen,Fertigungszeit, Arbeitszeit, Lohn und Material;im Prüfungsfach Technische Mathematik:im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt.(3) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung in den Prüfungsfächern Technologie, Arbeitsplanung, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. Es kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
1im Prüfungsfach Technologie120 Minuten,2im Prüfungsfach Arbeitsplanung120 Minuten,3im Prüfungsfach Technische Mathematik60 Minuten,4im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde60 Minuten.(4) Für die schriftliche Prüfung ist von folgenden zeitlichen Höchstwerten auszugehen:
(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird.
(6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht. Schriftliche Prüfung im Sinne der Absätze 7 und 8 ist auch die durch eine mündliche Prüfung ergänzte schriftliche Prüfung.
(7) Innerhalb der schriftlichen Prüfung hat das Prüfungsfach Technologie gegenüber jedem der übrigen Prüfungsfächer das doppelte Gewicht.
(8) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen Prüfung sowie innerhalb der schriftlichen Prüfung im Prüfungsfach Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsausbildungspläne und Prüfungsanforderungen für die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe, die in dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere für den Ausbildungsberuf Chirurgiemechaniker/Chirurgiemechanikerin, sind vorbehaltlich des § 11 nicht mehr anzuwenden.
Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überleitungsgesetzes in Verbindung mit § 128 der Handwerksordnung auch im Land Berlin.
Diese Verordnung tritt am 1. August 1989 in Kraft.
Der Bundesminister für Wirtschaft
(Fundstelle: BGBl. I 1989, 575 - 584)I. Berufliche GrundbildungLfd. Nr.Teil des AusbildungsberufsbildesFertigkeiten und Kenntnisse, die unter Berücksichtigung des § 3 Abs. 2 zu vermitteln sindzeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr123412341Berufsbildung(§ 4 Nr. 1)a)b)c)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluß, Dauer und Beendigung, erklärengegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennenMöglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennenwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln2Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes(§ 4 Nr. 2)a)b)c)d)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläuternGrundfunktionen des ausbildenden Betriebes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklärenBeziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennenGrundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben3Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz(§ 4 Nr. 3)a)b)c)d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennenwesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennenAufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes sowie der zuständigen Berufsgenossenschaft und der Gewerbeaufsicht erläuternwesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Arbeitsschutzgesetze nennen4Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung(§ 4 Nr. 4)a)b)c)d)e)f)g)h)berufsbezogene Vorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, nennenberufsbezogene Arbeitssicherheitsvorschriften bei den Arbeitsabläufen anwendenVerhaltensweisen bei Unfällen und Entstehungsbränden beschreiben und Maßnahmen der Ersten Hilfe einleitenwesentliche Vorschriften der Feuerverhütung nennen und Brandschutzeinrichtungen sowie Brandbekämpfungsgeräte bedienenGefahren, die von Giften, Dämpfen, Gasen, leichtentzündbaren Stoffen sowie von elektrischem Strom ausgehen, beachtenfür den ausbildenden Betrieb geltende wesentliche Vorschriften über den Immissions- und Gewässerschutz sowie über die Reinhaltung der Luft nennenarbeitsplatzbedingte Umweltbelastungen nennen und zu ihrer Verringerung beitragenim Ausbildungsbetrieb verwendete Energiearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwirkungsbereich anführen5Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse(§ 4 Nr. 5)a)b)c)d)e)Arbeitsschritte unter Beachtung mündlicher und schriftlicher Vorgaben abstimmen und festlegen sowie Arbeitsablauf sicherstellenTeilebedarf abschätzen und bereitstellenHalbzeuge und Normteile nach technischen Unterlagen bereitstellenInformationen für Fertigung und Instandhaltung beschaffenWerkstoffeigenschaften von Eisen- und Nichteisenmetallen sowie von Kunst- und Naturstoffen unterscheiden5*)6Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen(§ 4 Nr. 6)a)b)c)d)e)f)g)Teil-, Gruppen- und Explosionszeichnungen lesen und anwendentechnische Unterlagen, insbesondere Reparatur- und Betriebsanleitungen, Kataloge, Stücklisten, Tabellen und Diagramme, lesen und anwendenSkizzen anfertigenProtokolle nach Anweisung erstellendigitale und analoge Meß- und Prüfdaten lesen und zuordnenNormen, insbesondere Toleranznormen, anwendenDatenträger handhaben7Prüfen, Messen, Lehren(§ 4 Nr. 7)a)b)c)d)e)f)g)h)Ebenheit von Werkstücken nach dem Lichtspaltverfahren prüfenFormgenauigkeit von Werkstücken prüfenOberflächen auf Verschleiß und Beschädigung prüfenWinkel mit feststehenden Winkeln prüfen und mit Universalwinkelmessern messenmit festen und verstellbaren Lehren prüfenLängen, insbesondere mit Strichmaßstab und Meßschieber, messenLage von Bauteilen und Baugruppen prüfen und Lageabweichung messenphysikalische oder elektrische Größen nach Anleitung messen6*)*)Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Ausbildungsinhalten zu vermitteln.8Fügen(§ 4 Nr. 8)a)b)c)d)e)f)g)h)Bauteile auf Oberflächenbeschaffenheit der Fügeflächen und Formtoleranz prüfen sowie in montagegerechter Lage fixierenBauteile mit Schrauben, Muttern und Sicherungselementen unter Beachtung der Reihenfolge und des Anzugsdrehmomentes sowie der Werkstoffpaarung verbinden und sichernBolzen- und Stiftverbindungen herstellenBauteile durch Kaltnieten fügenLötwerkzeuge, Lote und Flußmittel auswählenWerkstücke oder Bauteile zum Löten vorbereitenBleche und Profile aus unterschiedlichen Werkstoffen lötenWerkstücke oder Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen unter Beachtung der Verarbeitungsrichtlinien kleben79manuelles Spanen und Umformen(§ 4 Nr. 9)a)b)c)aa)bb)Werkstücke unter Beachtung der Werkstoffeigenschaften und -oberfläche anreißen und kennzeichnenBohrungsmittelpunkte sowie Kontroll- und Meßpunkte körnenAnreißen, Körnen, Kennzeichnen:aa)bb)cc)dd)ee)ff)Werkzeuge nach Werkstoff, Form und Oberflächengüte des Werkstückes auswählenFlächen und Formen an Werkstücken aus Stahl und Nichteisenmetallen eben, winklig und parallel auf Maß feilenWerkstücke zerteilend meißelnBleche, Rohre und Profile aus Eisen- und Nichteisenmetallen sowie aus Kunststoffen sägenInnen- und Außengewinde unter Beachtung der Werkstoffeigenschaften schneidenFeinbleche mit Hand- oder Handhebelschere schneidenSpanen und Zerteilen von Hand:aa)bb)cc)Bleche, Rohre und Profile biegenBleche und Profile richtenBleche stauchen, strecken und schweifenUmformen:510maschinelles Bearbeiten(§ 4 Nr. 10)a)b)c)d)e)f)g)h)Maschinenwerte von handgeführten oder ortsfesten Maschinen bestimmen und einstellen; Arbeitstemperatur beachten sowie Kühl- und Schmiermittel zuordnen und anwendenWerkstücke oder Bauteile unter Berücksichtigung der Form und der Werkstoffeigenschaften ausrichten und spannenWerkzeuge unter Beachtung der Bearbeitungsverfahren und der zu bearbeitenden Werkstoffe auswählenWerkzeuge ausrichten und spannenWerkstücke oder Bauteile mit handgeführten oder ortsfesten Bohrmaschinen bohren und senkenWerkstücke oder Bauteile mit handgeführten oder ortsfesten Maschinen trennenWerkstücke oder Bauteile mit handgeführten Maschinen schleifenWerkzeuge, insbesondere Reißnadel, Körner, Bohrer und Meißel, am Schleifbock schärfen611Instandhalten(§ 4 Nr. 11)a)b)c)d)Behandeln von Oberflächen: Oberflächen metallischer Werkstücke oder Bauteile für den Korrosionsschutz vorbereiten sowie Korrosionsschutzmittel auswählen und auftragenaa)bb)cc)Betriebsmittel reinigen und pflegenBetriebsstoffe, insbesondere Kühl- und Schmierstoffe, nach betrieblichen Anweisungen verwendenWartungsarbeiten nach Plan durchführen und dokumentierenWarten:aa)bb)cc)dd)ee)ff)gg)hh)lösbare Verbindungen, insbesondere Schraubverbindungen, auf Sicherheit prüfenBauteile auf mechanische Beschädigung und Verschleiß prüfenBewegungsfunktion von Bauteilen prüfenDaten auf Typenschildern elektrischer Maschinen oder Geräte beachtenelektrische Verbindungen, insbesondere an Anschlüssen, auf mechanische Beschädigung sichtprüfentypische Sicherheitsmaßnahmen für elektrische Maschinen oder Geräte nennen und beachtenelektrische Leitungen auf Isolationsbeschädigung prüfenFunktion elektrischer Bauteile, Leitungen und Sicherungen prüfenInspizieren und Funktion prüfen:aa)bb)Bauteile und Baugruppen nach Anweisung und Unterlagen mit und ohne Hilfsmittel aus- und einbauendemontierte Bauteile kennzeichnen und systematisch ablegenInstandsetzen durch Demontieren und Montieren:1112Drehen und Fräsen(§ 4 Nr. 12)a)b)aa)bb)cc)Werkzeuge unter Berücksichtigung der Verfahren, der Werkstoffe und der Schneidengeometrie auswählenUmdrehungsfrequenz, Vorschub und Schnittiefe an Werkzeugmaschinen für Dreh- und Fräsoperationen mit Hilfe von Tabellen und Diagrammen unter Anleitung bestimmen und einstellenBetriebsbereitschaft der Werkzeugmaschinen herstellenErmitteln und Einstellen von Maschinenwerten:aa)bb)Werkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen bis zur Maßgenauigkeit von +- 0,1 mm und bis zu einer Oberflächenbeschaffenheit Rz zwischen 4 und 63 Mym, insbesondere unter Beachtung der Kühlschmierstoffe, mit unterschiedlichen Drehmeißeln durch Quer-Plandrehen und Längs-Runddrehen herstellenWerkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen bis zur Maßgenauigkeit von +- 0,1 mm und bis zu einer Oberflächenbeschaffenheit Rz zwischen 10 und 40 Mym, insbesondere unter Beachtung der Kühlschmierstoffe, mit unterschiedlichen Fräsern durch Stirn-Umfangs-Planfräsen im Gegenlauf herstellenDrehen und Fräsen:12*)*)Dabei sollen bereits vermittelte Ausbildungsinhalte unter Berücksichtigung betriebsbedingter Schwerpunkte sowie des individuellen Lernfortschritts vertieft werden.II. Berufliche Fachbildung1Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse(§ 4 Nr. 5)a)b)c)d)e)f)Arbeitsschritte unter Berücksichtigung funktionaler und fertigungstechnischer Gesichtspunkte festlegenWerkstoffe unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften und der Be- und Verarbeitung nach Verwendungszweck auswählenWerkzeuge, Prüf- und Meßgeräte sowie Hilfsmittel nach Verwendungszweck auswählen und bereitstellenHalbzeug-, Normteil- und Fertigteilbedarf aus technischen Unterlagen, insbesondere aus Zeichnungen, ermittelnArbeitsplatz unter Berücksichtigung des Arbeitsauftrages vorbereitenArbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten4*)g)h)Arbeitsablauf unter Berücksichtigung des Auftrages sowie organisatorischer und informatorischer Notwendigkeiten festlegen und sicherstellenFertigungs- und Instandsetzungsumfang abschätzen42Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen(§ 4 Nr. 6)a)b)c)d)e)Gesamtzeichnungen lesen und anwendenPneumatikschaltpläne lesen und anwendenMaß-, Form- und Lagetoleranznormen sowie Oberflächensymbole erkennen und zuordnenBetriebs-, Bedienungs- und Instandhaltungsanleitungen anwendentechnische Sachverhalte, insbesondere in Form von Protokollen und Berichten, aufzeichnen3*)3Prüfen, Messen, Lehren(§ 4 Nr. 7)a)b)Längen und Formen unter Beachtung von Maß-, Form- und Lagetoleranzen mit entsprechenden Prüfmitteln unter Beachtung von systematischen und zufälligen Meßfehlermöglichkeiten lehren und messenOberflächenbeschaffenheit in Abhängigkeit von ihrer Funktion beurteilen3*)4Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen(§ 4 Nr. 13)a)b)c)d)Eigenschaften von Werkstoffen in bezug auf Be- und Verarbeitung, insbesondere beim Spanen und Umformen, unterscheidenHalbzeuge und Werkstücke nach Form, Stoff und Bearbeitbarkeit unterscheidenHilfsstoffe, insbesondere Kühl- und Schmierstoffe, unterscheiden, ihrer Verwendung nach zuordnen und unter Beachtung des Umgangs mit gefährlichen Arbeitsstoffen anwendenSchleif- und Poliermittel auswählen und anwenden4*)*)Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Ausbildungsinhalten zu vermitteln.5Löten, Schweißen, Kleben(§ 4 Nr. 14)a)b)aa)bb)cc)dd)ee)Betriebsbereitschaft der Löt- und Schweißeinrichtung herstellenWerkzeuge, Lote und Fluß- mittel nach Eigenschaften und Verwendungszweck auswählenBauteile aus Eisen- und Nichteisenmetallen unter Beachtung der Oberflächenbeschaffenheit der Werkstoffe und der Eigenschaften der Löthilfsstoffe lötenSchweißraupen auf Feinblechen aus Stahl durch Schweißen auftragenI-Nähte an Feinblechen aus Stahl schweißenLöten, Schweißen:Kleben: Bauteile aus Metallen und Kunststoffen mit dem für die jeweilige Materialpaarung geeigneten Klebstoff unter Beachtung der klebstoffspezifischen Verarbeitungsbedingungen, insbesondere der Vorbereitung der Oberflächen, kleben46Wärmebehandeln, Härteprüfen(§ 4 Nr. 15)a)b)Werkstücke härten, anlassen, glühen und vergütenWerkstücke mit werkstattüblichen Verfahren härteprüfen47Montieren von Bauteilen zu Baugruppen(§ 4 Nr. 16)a)Bauteile zu Baugruppen funktionsgerecht verbinden4b)montierte Baugruppen funktionsgerecht richten, die Lage sichern sowie durch Sichtkontrolle, Messen und Lehren prüfen48Aufbauen und Prüfen von Pneumatikschaltungen(§ 4 Nr. 17)a)b)Druck in pneumatischen Systemen messen und einstellenFunktion pneumatischer Bauelemente prüfen29Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen von Hand und mit handgeführten Maschinen(§ 4 Nr. 18)a)b)c)d)e)Bohrungen in Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen bis zur Lagetoleranz von +- 0,1 mm herstellenFormen und Flächen an Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen mit handgeführten Maschinen durch Fräsen bearbeitenFormen und Flächen an Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen mit handgeführten Maschinen durch Schleifen bearbeitenFormen und Flächen an Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen mit handgeführten Maschinen durch Polieren bearbeitenFormen und Flächen an gehärteten und ungehärteten Werkzeugteilen mit unterschiedlichen Werkzeugen und Hilfsmitteln von Hand und mit handgeführten Maschinen bearbeiten310Bearbeiten von Formen und Flächen an Instrumenten, Geräten oder Implantaten(§ 4 Nr. 19)a)b)c)Formen und Flächen an Instrumenten, Geräten oder Implantaten von Hand und mit handgeführten Maschinen mit Hilfe von Poliermitteln und Polierhilfsmitteln polierenFormen und Flächen an Instrumenten, Geräten oder Implantaten bürsten, polieren, glänzengehärtete und ungehärtete Instrumente, Geräte oder Implantate durch Rauhen, Karieren, Kehlen und Strahlen bearbeiten811Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen(§ 4 Nr. 20)a)b)c)d)*P Datenein-*PE und Datenausgabegeräte sowie Datenträger handhabenProgramme an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen erstellen, eingeben, testen, ändern und optimierenWerkzeugkorrekturwerte bestimmen und einstellenFehler in Programmen eingrenzen und korrigieren412Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen auf Werkzeugmaschinen(§ 4 Nr. 21)a)aa)bb)cc)dd)ee)Maschinenwerte in Abhängigkeit von Werk- und Schneidstoffkombinationen, von der Maschinen-, Werkzeug-, Werkstück- und Spannmittelstabilität, von der Form des Rohlings und des Werkzeugs sowie von der Oberflächenbeschaffenheit auswählen und einstellenWerkstückspannmittel, insbesondere Planscheiben, Spannfutter, Mitnehmerscheiben, Spannzangeneinrichtungen, Stirnseitenmitnehmer und Setzstöcke, vorbereiten und montierenWerkstücke ausrichten und spannen, Kollisionsgefahr beachtenWerkzeuge auswählen und in fixierende und verstellbare Aufnahmen einsetzenWerkzeuge von Hand scharfschleifenEinrichten:3b)c)aa)bb)Bohrungen in Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen sowie aus Kunststoffen bis zu einer Lagetoleranz von +- 0,1 mm an Bohr- und Drehmaschinen mit unterschiedlichen Werkzeugen durch Bohren ins Volle, Aufbohren, Zentrieren, Profilsenken und Plansenken herstellenBohrungen in Werkstücken aus Eisenmetallen bis zur Maßgenauigkeit IT 7 rundreibenBohren, Senken, Reiben:Schleifen:gehärtete und ungehärtete Werkstücke bis zur Maßgenauigkeit +- 0,2 mm bearbeiten4d)aa)bb)cc)Werkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen sowie aus Kunststoffen bis zur Maßgenauigkeit IT 8 mit unterschiedlichen Drehmeißeln durch Quer-Plan- und Längs-Runddrehen auf Drehmaschinen bearbeitenWerkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen mit unterschiedlichen Drehmeißeln durch Formdrehen, insbesondere Radien und Kegel, auf Drehmaschinen bearbeitenWerkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen bis zur Maßgenauigkeit IT 8 mit unterschiedlichen Fräsern durch Umfangs-Planfräsen und Stirn-Umfangs-Planfräsen auf Fräsmaschinen bearbeitenDrehen und Fräsen:4dd)ee)ff)gg)hh)Werkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen sowie aus Kunststoffen bis zur Maßgenauigkeit IT 7 mit unterschiedlichen Drehmeißeln durch Quer-Plan- und Längs-Runddrehen auf Drehmaschinen bearbeitenWerkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen bis zur Maßgenauigkeit IT 7 mit unterschiedlichen Fräsern durch Umfangs-Planfräsen und Stirn-Umfangs-Planfräsen auf Fräsmaschinen bearbeitenWerkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen mit unterschiedlichen Fräsern durch Längsprofilfräsen auf Fräsmaschinen bearbeitenTeilungen an Werkstücken durch direktes Teilen herstellenWerkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen bearbeiten1213Bearbeiten von Werkstücken durch Freiformschleifen(§ 4 Nr. 22)a)ebene Flächen an Instrumenten von Hand schleifen8b)zylindrische Flächen an Instrumenten von Hand schleifen6c)analytisch nicht bestimmbare Flächen an Instrumenten und Implantaten freiformschleifen13d)gehärtete Instrumente und Geräte schärfen1314Montieren und Demontieren von Instrumenten, Geräten oder Implantaten(§ 4 Nr. 23)a)b)c)Bauteile und Baugruppen funktionsgerecht verbindenmontierte Baugruppen funktionsgerecht richten, die Lage sichern sowie durch Sichtkontrolle, Messen und Lehren prüfenInstrumente, Geräte oder Implantate unter Beachtung ihrer Funktion zerlegen und kennzeichnen415Prüfen und Einstellen der Funktion von Instrumenten, Geräten oder Implantaten(§ 4 Nr. 24)a)b)c)Arbeitswege, Lageabweichungen, Spiel und Parallelität prüfen und korrigierendie Einzelfunktion im montierten Zustand prüfen und korrigierendie Gesamtfunktion, insbesondere Beweglichkeit und Schließkraft im Wirkungsbereich, prüfen und korrigieren516Instandsetzen von Instrumenten, Geräten oder Implantaten(§ 4 Nr. 25)a)b)c)d)e)f)Instrumente, Geräte oder Implantate reinigen und unter Beachtung der Funktion zerlegen und kennzeichnenVerschleißzustand feststellen und Art und Umfang der Instandsetzung festlegenschadhafte Bauteile nacharbeitenErsatzteile herstellenschadhafte Normteile austauschenBauteile funktionsgerecht zusammenbauen und Funktion prüfen7
1Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), zuletzt geändert durch Artikel 43 des Gesetzes vom 28. Juni 1990 (BGBl. I S. 1221), sowie die nach § 7 Abs. 2, §§ 25, 27a Abs. 1, § 40 und § 46 Abs. 3 Satz 3 der Handwerksordnung erlassenen Rechtsverordnungena)b)c)d)e)f)g)h)i)k)l)m)aa)bb)cc)ein Handwerk als stehendes Gewerbe selbständig zu betreiben,zum Einstellen oder zur Ausbildung von Lehrlingen in Handwerksbetrieben oderzur Führung des MeistertitelsEine am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet bestehende Berechtigung,bleibt bestehen.Einkaufs- und Liefergenossenschaften und Arbeitsgemeinschaften der Produktionsgenossenschaften des Handwerks bleiben Mitglied der Handwerkskammer, soweit sie Mitglied der Handwerkskammer sind.Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet berechtigt sind, ein Handwerk als stehendes Gewerbe selbständig zu betreiben, werden auf Antrag oder von Amts wegen mit dem Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung in die Handwerksrolle eingetragen, das dem bisherigen Handwerk zugeordnet werden kann. Führen solche Gewerbetreibende rechtmäßig den Titel Meister des Handwerks, sind sie berechtigt, den Meistertitel des Handwerks der Anlage A der Handwerksordnung zu führen.Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet selbständig ein stehendes Gewerbe betreiben, das dort nicht als Handwerk eingestuft, jedoch in der Anlage A der Handwerksordnung als Handwerk aufgeführt ist, werden auf Antrag oder von Amts wegen mit diesem Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen.Buchstabe c) Satz 1 findet auf Gewerbetreibende, die ein handwerksähnliches Gewerbe betreiben, entsprechende Anwendung.Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet bestehenden Organisationen des Handwerks sind bis 31. Dezember 1991 den Bestimmungen der Handwerksordnung entsprechend anzupassen; bis dahin gelten sie als Organisationen im Sinne der Handwerksordnung. Dasselbe gilt für die bestehenden Facharbeiter- und Meisterprüfungskommissionen; bis zum 31. Dezember 1991 gelten sie als Prüfungsausschüsse im Sinne der Handwerksordnung. Die Handwerkskammern haben unverzüglich, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 1991, die Voraussetzungen für die Beteiligung der Gesellen entsprechend den Bestimmungen der Handwerksordnung zu schaffen.Am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts bestehende Lehrverhältnisse werden nach den bisherigen Vorschriften zu Ende geführt, es sei denn, die Parteien des Lehrvertrages vereinbaren die Fortsetzung der Berufsausbildung in einem Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung.Lehrlinge, die ihre Berufsausbildung nach bisherigem Recht durchlaufen, werden nach den bisherigen Rechtsvorschriften geprüft, soweit nicht der Bundesminister für Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, Übergangsvorschriften für Verfahren und Zuständigkeit erläßt.Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts laufenden Prüfungsverfahren werden nach den bisherigen Vorschriften zu Ende geführt.Die Handwerkskammern können bis zum 1. Dezember 1995 Ausnahmen von den nach § 25 der Handwerksordnung erlassenen Rechtsverordnungen zulassen, wenn die gesetzten Anforderungen noch nicht erfüllt werden können. Die Ausnahmen sind zu befristen. Der Bundesminister für Wirtschaft kann im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, die Befugnis nach Satz 1 einschränken oder aufheben.Die Rechtsverordnungen nach § 27a Abs. 1 und § 40 der Handwerksordnung bedürfen der gesonderten Inkraftsetzung durch den Bundesminister für Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.Der Bundesminister für Wirtschaft bestimmt durch Rechtsverordnung nach § 46 Abs. 3 der Handwerksordnung,mit folgenden Maßgaben:Abschnitt IIIBundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden Maßgaben in Kraft:
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