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Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, explodierte der Reaktor von Tschernobyl und
Deutschland lernte ein neues Wort: Der GAU - also der „Größte Anzunehmende Unfall“ –
war nicht länger mehr nur ein theoretisches Szenario oder ein politischer Kampfbegriff der
seit den 1970er-Jahren aktiven Atomkraftgegner, sondern für jeden spürbare Realität
geworden. Nach Tschernobyl, so die Statistik, fühlte sich mehr als die Hälfte der
Deutschen persönlich stark bedroht, der Anteil der Kernkraftgegner in Deutschland stieg
von etwa einem Zehntel auf fast ein Drittel der Bevölkerung. Der gesellschaftliche
Konsens über den einst gepriesenen „sauberen Atomstrom“ bröckelte, Forderungen nach
einem Ausstieg aus der Atomenergie wurden deutlich lauter. Politiker aller Parteien
beteuerten, den Anteil der Kernenergie an der Energieversorgung senken zu wollen. Er
betrug damals noch fast ein Drittel. Aber zu einem kompletten Umdenken in der
Energiepolitik führte die Katastrophe von Tschernobyl damals noch nicht.